Dienstag, 31. Januar 2012

Interview mit Hamada Iraki (AZ, 28.01.2012)

Am Donnerstag, 26. Januar 2012 verkündete der TSV 1860, dass Investor Hassan Ismaik aufgrund der anhaltenden Differenzen mit Präsident Dieter Schneider sämtliche Zahlungen für Transfers neuer Spieler an den TSV 1860 sofort einstellen wolle.

Am Samstag, 28. Januar 2012 erschien dieses Interview von Filippo Cataldo mit Ismaiks Münchner Statthalter Hamada Iraki in der Abendzeitung.

Die wichtigsten Aussagen von Hamada Iraki:

"1860 ist eine Geldverbrennungsanlage. Im Fußballgeschäft können sie in Deutschland ohnehin kaum Geld verdienen als Investor. Aber wenn ich schon nichts verdienen kann, dann möchte ich beim Geldverbrennen wenigstens Spaß haben. Dann will ich, dass mein Partner mir den Rücken stärkt, dass man Respekt hat."

"Ich habe den Aufsichtsrat des Vereins und auch Herrn Schneider mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass Schneider durch sein Verhalten die Kooperation gegen die Wand fahren wird. Immer wieder sind vertrauliche Informationen weitergegeben worden. Ein, zwei Mal kann man ein Vertrauensverhältnis wieder aufbauen, irgendwann funktioniert das nicht mehr."

"Wir wollen 1860 nicht kaputt machen oder ausbluten lassen. Die Investitionen, die wir jetzt nicht tätigen können, holen wir im Sommer nach – und noch einige mehr. Unser Ziel bleibt der Aufstieg 2014, die finanzielle Unabhängigkeit und der langfristige Erfolg. Das kann man nur gemeinsam mit Herrn Ismaik erreichen."

"Wir haben kein persönliches Problem mit Herrn Schneider. Ich kann mir zwar schwer vorstellen, dass das Vertrauensverhältnis zwischen den beiden wieder hergestellt werden kann. Aber ob mit oder ohne Schneider: Unser Plan steht. Aber der Umgang untereinander muss anders werden. Sobald Herr Ismaik das Gefühl hat, dass man ihm mit Respekt begegnet und er seinen Partnern wieder Vertrauen schenken kann, dann steht er sofort wieder bereit."

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